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Kleines Pflaster – große Wirkung!

Seit Oktober haben die Schüler und Schülerinnen der Sannehmentereng Lower Basic School in Brufut die Möglichkeit kleinere Verletzungen an der Schule durch ausgebildete Fachkräfte medizinisch versorgen zu lassen. Zweimal in der Woche verbinden Wolfgang und Sara, beide Fachkräfte im medizinischen Bereich, die kleineren und größeren Wunden der Kinder. Meistens werden sie bereits von bis zu 20 Kindern erwartet, wenn sie die Schule erreichen. Bei den Verletzungen handelt es sich überwiegend um kleinere Wunden, die beim Spielen und Toben entstehen. Oftmals sind eine gründliche Reinigung und Desinfektion, eventuell eine Salbe und am Schluss ein Pflaster bereits ausreichend. So kann verhindert werden, dass die zunächst kleinen Wunden zu größeren Wunden und weiteren Problemen führen, da der Sand auf den Straßen eine Entzündung von Wunden begünstigt. Viele Eltern haben nicht das Wissen, die Ausstattung oder die finanziellen Mittel, um die Wunden der Kinder zu versorgen. Vor allem Kinder mit größeren, stark infizierten Wunden, die über mehrere Wochen zum Verbinden kommen, profitieren so von dem Angebot. „Die Kinder und wir sind dann sehr froh, wenn die Wunden endlich verheilt sind und die Behandlung abgeschlossen ist“, berichten die Beiden.

Bevor der Aufenthalt von Wolfgang und Sara in Gambia im Dezember zu Ende geht, werden sie interessierte Lehrer und Lehrerinnen in der Erstversorgung von kleineren Wunden und weiteren Gesundheitsthemen schulen, damit den aufgeweckten Mädchen und Jungen an der Schule auch weiterhin eine medizinische Wundversorgung ermöglicht werden kann.

Wir bedanken uns bei Wolfgang (der vor einigen Jahren bereits ein Praktikum an der Schule gemacht hat) und bei Sara für die tolle Hilfe!!

3. Fotoabend Gambia “hautnah”

Trotz Sommerferien haben sich wieder fast 50 Besucher zum 3. Fotoabend Gambia „hautnah“ im Lebensart Cafe in Dortmund eingefunden. Berichte von unserer Schule in Brufut und Sintet sowie viele kleine Geschichten von unterwegs wurden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. In der Pause hat Miriam Lehmann fleißig Spenden für Genähtes unserer Schneidereien oder auch für den aus Gambia mitgebrachten Honig gesammelt. Unterstützt wurden wir wieder von den Trommlern um Anke Filipiak.  Besonders freuen wir uns über drei neue Mitgliedschaften.

Weitere Informationen u. a. einen kleinen Filmzusammenschnitt hinterlegt mit der neuen Vereinshymne der Gambianer zum 20jährigen Vereinsjubiläum finden Sie auf Heike Hagemanns Blog https://gambia-dortmund.de .

Fußball lieben Alle

Sobald die gambischen Kinder und Männer einen Fußball vor sich haben, wird egal wo, gekickt. Auch in Raigering (Stadtteil Amberg) wird im Pandurenpark erfolgreich Fußball gespielt. Die Jugend übergab an Socialis for The Gambia e.V. ausrangierte Trikotsätze und Fußbälle, die in Gambia dann an Fußballmannschaften und begeisterte Fußballer übergeben werden.

Rainer Ehbauer am Bild links überreichte Thomas März-Kronfeld, Bild Mitte, mit den Kindern der F Jugend die Trikots und Bälle

Women only – ein Garten nur für Frauen

Ein neu eingerichteter Frauengarten auf dem Grundstück des Ausbildungszentrums in Sintet, The Gambia, ermöglicht über 15 Frauen den selbständigen Anbau von Obst und Gemüse.

Auf dem weitläufigen Gelände, auf dem der Verein Socialis for The Gambia e.V. bereits eine Landwirtschaftsschule und eine Schneiderei eingerichtet hat, war trotz großem Schulgarten noch ungenutzte Fläche vorhanden. Auf eigenen Wunsch der Bewohner des Dorfes Sintet wird diese Fläche nun engagierten Frauen zur Verfügung gestellt, die dort Früchte und Gemüse zum Eigenbedarf sowie zum Verkauf auf dem Markt anbauen können. Durch die Erträge können die Frauen einen Teil zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen. Ein gebohrtes Brunnenloch mit Pumpe und Hochbehälter versorgt das gesamte Grundstück mit Wasser, dadurch können die Pflanzen auch außerhalb der Regenzeit bewässert werden. Auch sind die Erträge somit unabhängig vom eigentlichen Bewässerungssystem im Dorf, das teilweise ungenießbares Wasser führt.

Die Frauen sind nun überglücklich ihr eigenes Beet im Frauengarten bewirtschaften zu können und kommen täglich zum Sähen, Gießen und Pflegen der verschiedenen Pflanzen. Ab November können dann die ersten Tomaten, Zwiebeln oder Süßkartoffeln geerntet werden. Da die Regenzeit in Gambia dieses Jahr erst im August, statt wie üblich im Juni, begann, verschiebt sich auch die Erntesaison um einige Wochen. Dennoch freuen sich schon Alle auf eine gute Ernte.  

Neben dem Frauengarten hat auch das Ausbildungszentrum nach den Sommerferien wieder eröffnet. In diesem Schuljahr werden 10 Landwirtschaftsschüler ihre Ausbildung beginnen. Die Schneiderei hat 20 Auszubildende.

Dank Techniker ohne Grenzen Amberg steht auf dem Grundstück außerdem eine moderne sanitäre Anlage in Form einer Trockentoilette zur Verfügung.

Kleines Fest der Nachhaltigkeit

Stöbern und feilschen – auf einem Flohmarkt findet man tausend Dinge. Ob man sie braucht oder nicht spielte am Wochenende keine Rolle. Es war der gute Zweck, der zählte. 

Amberg. (dwi) Die Mitglieder von Socialis for The Gambia organisierten zum ersten Mal einen Flohmarkt dieser Art und nutzten die Räumlichkeiten und den einladenden Außenbereich des Kulturstifts. Ein kleines Fest der Nachhaltigkeit für ein selbst erfüllendes Leben für Menschen in Gambia. 

Für Verkäufer und Vereinsförderer Timo Bieberstein war sein erster Besuch in dem fernen Land auf dem Markt eine besondere Erfahrung. “Um einen guten und fairen Preis für die handgeschnitzten Kunstwerke zu verhandeln empfiehlt sich folgende Strategie sehr gut: Nachdem die Ware vorgestellt und begutachtet wurde, schlägt der Händler einen ersten Preis vor. Geht man nun zwei Drittel vom genannten Preis runter und einigt sich am Ende circa in der Mitte, so sind meist beide Seiten zufrieden”, erzählte der junge Amberger. 

Afrikanisch genügsam

Auf der Fahrt zum letzten Ziel der Rundreise nach Kunta Kinteh Island erlebte Bieberstein die “afrikanische Genügsamkeit”. Aus dem rechten hinteren Radkasten sei ein seltsames, lautes Geräusch ertönt. Einer der hinteren Zwillingsreifen sei stark beschädigt gewesen, der Reifen habe sich förmlich aufgelöst. “Einfach ignorieren”, war die fachkundige Einschätzung des Fahrers. “Mit scheuerndem Reifen ging es weiter über rote löchrige Sandwege mitten in der gambischen Savanne – ohne Panne”, erzählte Bieberstein. 

Auch den Klagenden der Hitzewelle in Deutschland weiß er zu kontern: “Im Landesinneren sind die Temperaturen höher als an der Küste und es gibt keine frische Brise. Erst gegen Abend kühlte es meistens um einige wenige Grad ab. Strom gab es hier nur von 19 bis 2 Uhr nachts.” Das ist auch eines der Anliegen des Vereins: Ausbau der Solaranlagen, die im vergangenen Jahr im Skill Center Brufut in Betrieb genommen wurden. Neben der Neuordnung von Gehältern für Lehrkräfte und Mitarbeiter setzte der Verein auch ein Zahnpflegeprojekt für Kinder um und führte I-Pad-Klassen ein. Aber nicht nur mit Aktionen und Spenden unterstützt der Verein Menschen vor Ort.

Mitstreiter gesucht

Praktikanten ab 18 Jahren, die Interesse an der Arbeit mit Kindern haben und die Ausbildung von Näherinnen und Frisörinnen übernehmen, werden noch gesucht. Ebenso auch Lehrkräfte, die Kollegen weiterbilden.Amberger Zeitung, Mittwoch, 5.September 2019

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