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Vier unvergessliche Monate in The Gambia

Zwei junge Frauen aus dem Landkreis haben für vier Monate die gewohnte Heimat verlassen und sind für ein Praktikum nach Westafrika.

Im Interview sprechen sie über ihre Erlebnisse in Gambia, ihre Arbeit an der Schule und was sie seit ihrer Rückkehr nach Deutschland besonders vermissen.

Nach dem Abitur ins Ausland, das ist der Plan vieler Schulabsolventinnen in Deutschland. Zwei junge Frauen aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach haben dabei ein besonderes Abenteuer gewagt und für vier Monate ein soziales Praktikum im westafrikanischen Gambia absolviert. Ermöglicht wurde dies durch den Amberger Verein Socialis for The Gambia, der die Bildungsarbeit im kleinen afrikanischen Land durch die Finanzierung einer Vor- und Grundschule sowie einer Ausbildungsstätte unterstützt. Im Interview erzählen Iris (18) und Julia (19) von ihren Erlebnissen in Gambia, ihrer Arbeit an der Schule und was sie seit ihrer Rückkehr nach Deutschland besonders vermissen

Wie kam es dazu, dass ihr euch für ein Praktikum in Gambia entschieden habt?

Julia: Ich wollte schon immer für eine längere Zeit ins Ausland gehen, da man ein Land ganz anders kennenlernen kann wenn man dort lebt, als wenn man nur als Tourist für ein paar Wochen dort ist. Nach meinem Abi habe ich dann beschlossen das in die Tat umzusetzen.

Iris: Ich wollte auch etwas Neues ausprobieren und mein Englisch verbessern, dabei aber auf etwas aus der Umgebung zurückgreifen. Und so ging es dann durch den Amberger Verein Socialis for the Gambia nach Gambia.

Wie war euer erster Eindruck als ihr angekommen seid?

Iris: Ohjemine, wo bin ich denn hier gelandet! [lacht] Es war dann doch alles ein bisschen ärmer als erwartet.

Julia: Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie wir vom Flughafen abgeholt wurden und plötzlich wie aus dem nichts eine Kuh vors Auto gelaufen ist und wir abrupt anhalten mussten. Außerdem war es unglaublich heiß und überall lag Sand und Müll. Besonders fasziniert haben mich aber von Anfang an die Frauen in ihren bunten Kleidern, die ihre Kinder auf dem Rücken getragen haben und gleichzeitig noch eine Obstschale auf dem Kopf balanciert haben.

Wie war euer Tagesablauf?

Julia: Unter der Woche haben wir uns in der Früh die Fahrräder geschnappt und uns auf dem Weg zur Schule im Shop nebenan unser Frühstück mitgenommen. Von 8 bis halb 4 waren wir dann an der Schule und sind am Rückweg oft bei Freunden vorbeigefahren. Dann hieß es erstmal ausruhen, Tee trinken und eine Runde Kniffel spielen. Später waren wir oft am Markt einkaufen und haben abends gemeinsam gekocht und sind mit Freunden gemütlich auf der Terrasse zusammengesessen. Am Wochenende wurde immer etwas unternommen, wie zum Beispiel ein Ausflug an den Strand, eine Einladung zu einer Hochzeit oder wir haben als Touristen das Land erkundet.

Was waren eure Aufgaben an der Schule?

Iris: Hauptsächlich mit den Kindern kreative Ideen verwirklichen, sei es beim Basteln oder Fotografieren. Und sonst um die Lesestunden und die erste Hilfe kümmern, kleinere technische Probleme an den Computern lösen und Plakate für die Klassenzimmer zu gestalten.

Julia: Und manchmal haben wir auch Sonderaufgaben bekommen, wie zum Beispiel ein Fotoprojekt, oder ein Kunstprojekt zum Thema Klimawandel durchzuführen.

Welcher Tag ist euch besonders in Erinnerung geblieben?

Iris: Da gibt es zu viele, um einen bestimmten davon auswählen zu können.

Julia: Unser Ausflug nach Janjanbureh, ins ärmere Landesinnere Gambias. Dort haben wir das typische gambianische Leben kennengelernt und festgestellt, dass unsere von der Organisation gestellte Unterkunft doch um einiges westlicher geprägt war, als wir dachten. Beispielsweise hatten wir dort befestigte Toiletten, was in Gambia noch lange nicht überall Standard ist. 

Was hat euch besonders fasziniert?

Julia: Das Lächeln der Kinder. Die süßen strahlenden weißen Zähne und ihre Zufriedenheit,  obwohl sie kaum etwas besitzen. Es gab wirklich fast keinen Tag, an dem ich ein Kind weinen gesehen habe. 

Iris: Und, dass sich die Gambianer beim Essen nicht ständig die Finger verbrennen, wenn sie den Reis zu kleinen Bällchen formen.

Würdet ihr das Praktikum weiterempfehlen und wenn ja, warum?

Iris: Auf jeden Fall, vor allem weil ihr dort super liebe Leute kennenlernen werdet, aber auch, um mal einen komplett anderen Lebensstil miterleben zu können, von dem man manches auch nach Hause mitnimmt. Und ihr werdet euer Leben dort deutlich entspannter sehen, es herrscht einfach eine super gelassene und freundliche Stimmung.

Julia: Man lernt auch für sich selbst unglaublich viel, unter Anderem Selbständigkeit und Offenheit. Gleichzeitig kann man Menschen in einem Land unterstützen, das noch weit von unserem Entwicklungsstand entfernt ist.

Was nehmt ihr von eurer Zeit in Gambia mit?

Julia: Mir wurde klar, dass wir das, was wir hier in Deutschland haben viel mehr wertschätzen sollten und wie wichtig es ist, sich Zeit für die Dinge und Menschen zu nehmen, die einem am Herzen liegen. Außerdem habe ich durch die gambianische Lebensart gelernt, das Leben entspannter zu sehen und mir weniger Druck und Stress zu machen.

Iris: Vieles, größtenteils aber wahrscheinlich zu erkennen, dass man nicht das tausendste selbe Teil braucht und man auch mit wenig glücklich sein kann. Und viel zu viele Wonjo-Blüten, um das traditionelle Getränk auch in der Heimat genießen zu können.

Was vermisst ihr am meisten?

Julia: Die Menschen, mit denen wir so unglaubliche Freundschaften geschlossen haben.

Iris: Die Sonne und meine neuen Freunde

Falls auch Ihr Interesse an einem Praktikum in Gambia geweckt wurde oder Sie den Verein unterstützten möchten finden Sie alle Infos auf der Homepage www.socialis-for-the-gambia.de oder auf Facebook. Fragen können gerne an info@socialis-for-the-gambia.de oder unter 09621/31754 gestellt werden.

Abschlussbericht von Julia und Iris

In der ersten Woche, in der wir uns alles an der Schule anschauen durften und uns an die Dinge gewöhnen konnten, unterstützten wir die Nurserylehrerinnen der beiden ersten Klassen.  

Ansonsten verbrachten wir den größten Teil unserer Arbeitszeit im Roundhouse. Dort gestalteten wir teils alleine, teils zusammen mit Mr. Jatta den Unterricht. 

Für die Librarylessons  klebten wir in den ersten Wochen alle Bücher und sortierten sie nochmals nach Klassenstufe ein. So konnten wir vor der Unterrichtsstunde Bücher für die jeweiligen Klassen auf die Plätze legen, sodass die Kinder sofort mit dem Lesen beginnen konnten, ohne dass davor ein riesiges Chaos veranstaltet wurde. 

Für die Kunststunden zeichneten und kopierten wir meist für die niedrigeren Klassen Ausmalbilder, die wir dann vor den Stunden zusammen mit Stiften auf den Tischen hergerichtet haben. Aus den Originalen der Ausmalbilder, sowie ein paar Neueren, die wir extra dafür entworfen haben, gestalteten wir eine Art Ausmalbuch, sodass Mr. Jatta und andere Praktikanten in Zukunft  Vorlagen haben, die sie kopieren und die Kinder ausmalen können. Für die älteren Schüler überlegten wir uns größtenteils Bastelprojekte, mit denen wir nach Vollendung die Decke und die Wände des Kreativhauses verschönert haben. Das größte Projekt war wohl der Drache, da die Kinder sehr viele Materialien dafür nutzen konnten und das ganze dadurch mehrere Stunden in Anspruch genommen hat. Ansonsten dürfen natürlich auch die lange Girlande für die Decke, die Fischgirlanden an den Fenstern, die Sterne, die Schweinchen, die große Schnecke und das große Plakat mit den bunten Händen nicht vergessen werden. 

Gegen Ende unseres Aufenthalts gestalteten wir für Mr. Jatta eine Art Bastelbuch. Hierfür sammelten wir erst mal Bastelideen und fotografierten dann Step für Step den Prozess der jeweiligen Grundideen bis hin zum „fertigen“ Endprodukt. Zu den einzelnen Fotos schrieben wir dann jeweils einen kurzen Satz oder Text, sodass wir am Schluss eine komplette Anleitung zusammenstellen konnten. Somit sind in diesem Bastelbuch sowohl die Anleitungen der Dinge, die wir bereits mit manchen Klassen gebastelt hatten, wie auch ein paar komplett Neue.

Außerdem arbeiteten wir auch an einem Kunstwettbewerb zum Thema Klimawandel mit. Hierfür wählten wir mit Hilfe Mr. Jattas besonders künstlerische Schüler und Schülerinnen aus jeweils zwei Altersbereichen aus, die dann in Gruppen zwei Plakate gestaltet haben, über dessen Inhalt sie sich mit unserer Unterstützung davor erst mal ausgetauscht haben, bis sie sich dann für eine Idee entschieden. Bei der Ausgestaltung waren wir immer für Fragen der Schüler offen, sodass es wie eine betreute Gruppenarbeit war.

Nach gründlicher Planung konnten wir auch das Fotoprojekt zusammen mit den Schülern durchführen. Beim Planen des Ganzen haben wir uns vor allem darauf fokussiert,  dass die Kinder ihren Spaß bekommen, teils zum Beispiel Gebilde in Gruppen zusammenstellen konnten, aber auch der grundsätzliche Alltag gezeigt wird, wie das Zähneputzen, Kochen oder einfach eine normale Unterrichtsstunde.

Häufig entwarfen wir im Auftrag der jeweiligen Lehrer Wandplakate für die Klassenzimmer oder für die Nursery ein „ABC-Buch“, in dem es zu jedem Buchstaben eine jeweilige Seite mit einem Begriff und einer Zeichnung gab, die jeweils mit diesem begonnen haben.

Ansonsten haben wir des Öfteren kleinere technische Fragen und Probleme im Computerraum gelöst und auch für zwei Nachmittage Nachhilfe-Unterricht in Sachen Schönschreiben gegeben, wobei sich das dann aufgelöst hat, da das nicht so ganz funktioniert hat, wie sich das alle vorgestellt hatten und nebenbei waren wir dazu noch der Meinung, dass die ausgewählten Schüler diese Nachhilfe nicht nötig gehabt haben.

Anderweitig halfen wir beim Verarzten und Verbinden von kleineren oder auch mal größeren Wunden, die vor allem während des manchmal etwas wilderen Sportunterrichts entstanden.

Vom Schulischen abgesehen hatten wir als eine Art Weihnachtsgeschenk die Impfung der Lehrer gegen Tetanus in Planung. Dafür haben wir herumtelefoniert, bis wir jemanden gefunden haben, der die Impfungen durchführen könnte, jedoch war das ein längeres Hin und Her, auch wegen der Kosten, sodass wir das Projekt leider nicht fertigstellen konnten. Aber es ist geplant, dass sobald der Impfstoff verfügbar ist und jemand die Impfung vornehmen kann, die Aktion noch nachgeholt wird.

An der Schule lebten wir uns dank der vorherrschenden guten Schulatmosphäre sehr schnell ein und fühlten uns gleich von Anfang an der Schulfamilie zugehörig. Das ganze verdanken wir natürlich auch der Herzlichkeit und Offenheit der Lehrer und Schüler, mit der wir von Beginn an empfangen wurden. Uns wurde stets nur Freundlichkeit entgegengebracht.

Außerdem ist uns positiv aufgefallen, wie gut das mit dem Mittagessen funktioniert. Die Köchinnen wissen genau die Menge, die sie benötigen, damit jeder ausreichend zu essen bekommt. Die Verteilung des Essens läuft prinzipiell richtig gut unserer Meinung, da mit Nursery 1 beginnend, im etwa Viertelstundentakt immer eine andere Klasse das Mittagessen erhält, um dieses dann zusammen einzunehmen.

Gegen Ende unseres Aufenthaltes freuten wir uns auch richtig darüber zu sehen, wie und vor allem dass der Schulgarten wieder hergerichtet und mit neuem Gemüse und Obst bepflanz wurde. 

An unserem Aufenthalt prinzipiell fanden wir bis auf ein paar Kleinigkeiten alles positiv und werden es auf jeden Fall weiterempfehlen. Wir konnten uns dank Sara und Wolfgang und dadurch, dass die Lehrer und Schüler uns so nett an der Schule aufgenommen haben, nämlich sehr schnell sehr gut einleben und zu Recht finden, was das anfängliche „Alles-ist-Neu“-Gefühl schnell beseitigt hat. Die Arbeit an der Schule machte uns auch sehr viel Spaß, da wir unserer Kreativität freien Lauf lassen konnten, grundsätzlich uns aber einfach alle sofort in die Arme geschlossen haben. Auch neben der Schule haben wir sehr gute Freunde gefunden, was für Abwechslung gesorgt hat und dafür, dass uns ganz sicher nicht langweilig wurde. Dank mehrerer Ausflüge, einmal sogar bis ins Landesinnere nach Janjanbureh, hatten wir die unglaubliche Möglichkeit, viel vom Land zu sehen und viel mitzunehmen. Im Ganzen erfuhren wir sehr viel über das Land an sich, wie auch über das Leben und die Leute dort, was spannend und interessant war und wodurch wir auch ziemlich viel selbst für unser Leben dazu gelernt haben.

Es gab auch einige weniger schöne Dinge die wir bei unserem Aufenthalt hatten. Leider hat die Hygiene- und Nahrungsumstellung zu ein paar „körperlichen“ Schwierigkeiten geführt, durch die wir jetzt definitiv so manche Bauch- und Darmprobleme mit einem Fingerwink abwehren können. Unseren geregelten Busverkehr vermissten wir auch mehr als einmal, als wir mal wieder ewig auf ein Auto zurück nach Brufut warten mussten. Ansonsten war noch etwas enttäuschend, dass die Durchführung eines gut gemeinten Projekts, das Impfen der Lehrer, unglaublich lange dauerte und man selbst nach getaner Planung noch nicht wusste, ob es was wird oder nicht, da die Idee ein ewiges Hin und Her nach sich gezogen hat.

Wir sind stolz darauf und dürfen uns glücklich schätzen, dass uns die Möglichkeit gegeben wurde, ein ganz anderes Leben, mit anderer Kultur und Religion, kennenlernen zu dürfen. Dadurch werden wir in Zukunft sicherlich auch wieder anderen Lebensweisen etc. offener als prinzipiell eh schon entgegenblicken. Außerdem nehmen wir definitiv mit, dass man mit weitaus weniger mehr als gut zurechtkommen damit sehr glücklich sein kann. Wir sind durch das, was wir erfahren durften, wieder froher über unseren hohen Lebensstandard (Infrastruktur, Kanalisation, Hygiene, …), wissen jetzt aber auch, dass es nicht schaden kann ihn in gewissen Punkten sogar etwas zu reduzieren. Und zuletzt haben wir auf jeden Fall gelernt, dass wir viel mehr wertschätzen sollten, dass wir als Frauen hier in Deutschland dieselben Rechte haben wie Männer und nicht ein „niedrigeres“ Geschlecht sind, dem Rechte vorenthalten werden sollen.

Iris und Julia

Praktikumsbericht von September von Julia und Iris

Sobald wir in Gambia angekommen sind wurden wir ganz herzlich von allen aufgenommen, sodass wir uns sehr gut an das – für uns –  neue Land gewöhnen und schnell zurechtfinden konnten.

In der ersten Woche haben wir, um erstmal in alle Gepflogenheiten hineinzufinden, die Nursery 1 unterstützt, indem wir zum Beispiel beim Englischunterricht mitgeholfen oder den Kindern gezeigt haben, wie man die Legosteine – ein Geschenk aus Deutschland – richtig zusammenbaut, was den Kleinen richtig Spaß gemacht hat.

In der zweiten Woche sind wir dann im Roundhouse untergekommen und haben dort mit unserem jetzigen Alltag gestartet. So haben wir inzwischen schon mehrere verschiedene Bastelprojekte mit den Klassen fertiggestellt.

Für die erste und zweite Klasse haben wir uns zum Beispiel das Entwerfen von Mandalas zur Aufgabe gesetzt, die die Kinder dann im Kunstunterricht mit voller Begeisterung ausmalen können. Klasse Drei hat sich sehr über das Bemalen und Falten von Fächern gefreut, weil die Sonne hier in Gambia doch für eine ganz andere Temperatur als in Deutschland sorgt. Mit Klasse Vier wurde ein großes Wandprojekt an den Tag gebracht, über das sich nicht nur die Kinder, sondern auch die anfängliche Leere im Roundhouse freut. Aus kleinen Wollschnecken wurde eine große zusammengesetzt, die nun voller Stolz von den Schülerinnen und Schülern bewundert wird.

Für die Zeit, in der keine Schüler im Roundhouse sind, gehen uns aber auch nicht die Aufgaben aus. So haben wir ein Buch mit dem gesamte Alphabet und zu den Buchstaben passende Bilder für die Nursery gestaltet oder mehrere Plakate entworfen, um die Klassenzimmer zu verschönern. Ebenso geben wir der 6. Klasse auf Wunsch eines Lehrers Nachhilfe im Schönschreiben.

Falls wir mal genug von den „kreativen“ Aufgaben haben, helfen wir auch gerne den Lehrern bei kleineren Problemen am Computer oder geben Unterricht im Bedienen von Power Point.

Zuletzt sind wir auch dafür zuständig kleinere Wunden der Schüler zu versorgen und zu verbinden, an den Tagen, an denen Wolfgang und Sara nicht an der Schule sind.

Und so hoffen wir auch die nächsten zwei Monate die Schule mit einfallsreichen Ideen bereichern zu können und das leckere Benachin genießen zu dürfen und freuen uns auf das, was kommen wird.

Julia und Iris

(Praktikantinnen in Gambia September 2019 – Februar 2020)

Brief aus Afrika

am 27. März schrieb Hatab an unsere Mitglieder: Thank you Team,On behalf of all the staff and students of all our projects in the Gambia, we want to wish each and every member of our association to stay safe and healthy from this COVID 19. Our prayers and thoughts are with you in this trying moment and hope that with unity we will over come this sickness very soon.May God protect and guide you and your family from this dreadful virus.Wish you all the best. Hatab bedankt sich auch herzlich beim Sponsor seines Automotors. Vor einigen Monaten und trotz etlicher Reparaturen hat der Motor des Vereinsautos den Geist aufgegeben. Dank eines Sponsors konnte Hatab einen gebrauchten Motor für das Auto kaufen und einbauen lassen. Seit dem 18. März sind die Schulen, das Skillcenter und die Universitäten in Gambia geschlossen.Die Lehrer*innen versuchen von zu Hause aus zu Arbeiten. Sie bereiten Unterrichtsstunden vor und versuchen ihre Schüler*innen per Mail mit Aufgaben zu versorgen. Dies ist aber relativ schwierig, da viele keine Computer zu Hause haben. Manche Lehrkräfte bringen auch ihren Schülern aus der Nähe die Unterrichtsmaterialien vorbei.Alle unsere Angestellten in Gambia bekommen ihr Gehalt weiter ausbezahlt.Eine Nähanleitung für Schutzmasken wurden an die Schneider*innen weitergegeben. Sie können nun Masken herstellen und auch verkaufen.
Auch die Regierung in Gambia verkündete am 27. März Einschränkungen:Alle nicht lebensnotwendigen Lebensmittelverkaufsstellen auf allen Märkten werden geschlossen. Alle öffentlichen Orte und Gebetsstätten werden geschlossen. Familienfeiern sind auf 10 Personen beschränkt und Verkehrsmittel dürfen nur die Hälfte der üblichen Fahrgäste befördern. Die Preise werden eingefroren um ein Horten aller wesentlichen Güter zu verhindern. Auch hat die Regierung hat einen Notfallfonds genehmigt.

Sponsor für Ausbildungen in Gambia

Seit 20 Jahren unterstützt der Amberger Verein Socialis for The Gambia e.V. durch Mitgliedschaften und Spenden die Schul- und Berufsausbildung in The Gambia. „Die Regensburger Firma Fronteris hat dazu im vergangenen Jahr einen wesentlichen Beitrag geleistet“, berichtet Vorstandsmitglied Thomas März-Kronfeld von Socialis. Vor kurzem hat eine Delegation von Fronteris das westafrikanische Land besucht und die jungen Auszubildenden persönlich getroffen.

Der gemeinnützige Verein gründete im westafrikanischen Land The Gambia einen Kindergarten und eine Schule, an der inzwischen mehr als 600 Kinder bis zur sechsten Klasse eine kostenlose Schulbildung erhalten. Neben der Schule unterhält der Verein im Dorf Brufut eine Ausbildungsstätte für circa 50 angehende Schneider*innen und Friseur*innen. 

Dank der tollen Initiative der Firma Fronteris aus Regensburg können nun noch mehr junge Erwachsene eine Ausbildung beginnen. Bereits seit September unterstützt das Unternehmen durch die Übernahme der gesamten Ausbildungskosten drei junge Frauen und einen jungen Mann dabei, eine Berufsausbildung zu absolvieren. 

Die gewählten Berufsgruppen der Auszubildenden sind sehr unterschiedlich und reichen von Businessmanagement über Tourismusmanagement bis hin zum Lehramt für die Oberstufe. Fronteris möchte besonders den jungen Gambier*innen eine Chance geben. Diese haben nach ihrem Schulabschluss sonst keine Möglichkeit auf eine Ausbildung, da sie die teils hohen Kosten nicht selbst aufbringen können. 

Für das kommende Ausbildungsjahr möchte das Unternehmen noch weitere Schulabsolvent*innen in das Sponsoring-Programm aufnehmen und vor allem auch die Handwerksberufe vor Ort fördern. Das Vorstandsteam des Amberger Vereins Socialis for The Gambia. e.V. bedankt sich bei Fronteris „für die tolle Unterstützung der ehemaligen Schüler*innen der Sannehmentereng-Lower-Basic-School und wünscht den jungen Auszubildenden alles Gute für den Start ins Berufsleben“, so März-Kronfeld.

Bildtext: Thomas März-Kronfeld

Unser Foto zeigt die deutsche Delegation in Brufut mit den Auszubildenden (von links): Abdou Joof, Gunilla Janner, Haddy L. Bojang, Werner Engelhardt, Yama Sanneh, Kai Pawelka, Nyillan Joof.

Foto: Waltraud Haid

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